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    <updated>2026-06-10T11:16:22+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Grubenhelden x DHL Express</title>
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                                            DHL Express begleitet Grubenhelden seit der ersten Stunde als Partner. Was beide Unternehmen im Kern verbindet, ist das Engagement für Klima, Umwelt und nachhaltiges Wirken. Deshalb setzen das Ruhrgebiets-Start-up und der Global Player jetzt ein Statement für mehr Nachhaltigke...
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                            <updated>2021-03-19T11:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">So produzieren wir: fair, nachhaltig, hochwertig!</title>
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                                            Betritt man unser Atelier Gladbeck, wird Kreativität plastisch. Überall Stoffe und Materialien, an den Wänden und auf den Tischen Skizzen und Zeichnungen, in allen Ecken Fotos und Farben, dazwischen Bügeleisen, Laptops, Nähmaschinen. Hier wird Geschichte nicht geschrieben, hie...
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            <title type="text">Grubenhelden x Stauder</title>
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                                            Bereits seit mehr als zwei Jahren pflegen das junge Modelabel Grubenhelden aus Gladbeck und die traditionsreiche Privatbrauerei Jacob Stauder aus Essen eine enge Partnerschaft unter Ruhrgebietsunternehmen – eine Partnerschaft, die nun in einem hochwertig und fair produzierten ...
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                 Da braut sich was zusammen … 
 … denn eine spannende Verbindung wird zu einem modischen Statement – mit dem limitierten Stauder x Grubenhelden Zip-Up Hoodie im typischen Stauder-Grün. 
 Bereits seit mehr als zwei Jahren pflegen das junge Modelabel Grubenhelden aus Gladbeck und die traditionsreiche Privatbrauerei Jacob Stauder aus Essen eine enge Partnerschaft unter Ruhrgebietsunternehmen – eine Partnerschaft, die nun in einem hochwertig und fair produzierten Zip-Up Hoodie sichtbar wird. 
 Der Stauder x Grubenhelden Zip-Up Hoodie ist auf 500 Stück limitiert und wird mit einem Echtheitszertifikat in einer coolen Box, die einem Stauder-Bierkasten nachempfunden ist, versendet - und bereits nach wenigen Stunden war der Hoodie nach dem Launch in der Nacht auf den 22.Januar ausverkauft. &amp;nbsp;  
 „Die Privatbrauerei Stauder ist ein echter Name in dieser Region. Es freut mich wirklich sehr, dass wir als Start-up seit mittlerweile mehreren Jahren mit solch einem Traditionsunternehmen zusammenarbeiten können und dass daraus eine so enge Bindung erwachsen ist“, sagt Grubenhelden-Gründer Matthias Bohm. Er betont: „Ich halte es für enorm wichtig, dass wir im Ruhrgebiet gerade in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten und gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, die hoffentlich auch eine Strahlkraft über die Region hinaus entwickeln werden.“ 
 Die Partnerschaft der beiden Unternehmen wird im Design des gemeinsamen Zip-Up Hoodies deutlich sichtbar: durch das markante dunkle Grün zeigen wir die typische Stauder-Farbe. Das Wappen der Brauerei wird zudem mit klassischen Grubenhelden-Elementen, wie dem original Grubenhemdstoff in der Kapuze, dem Steigerlied in der Innenseite des Kragens und weiteren wertigen Details kombiniert. 
  In der Geschichte des Bergbaus vereint  
 Auf den ersten Blick haben eine 154 Jahre alte Brauerei und ein junges Mode-Start-up nicht allzu viel gemeinsam. Doch wenn man beide Unternehmen genauer betrachtet, erkennt man deutliche Gemeinsamkeiten. Die Wurzeln beider Unternehmen liegen in der Geschichte des Bergbaus. Stauder hätte es ohne den Bergbau nie gegeben. Für Grubenhelden gilt das ebenso. Werte wie Ehrlichkeit, Authentizität und Glaubwürdigkeit spielen eine zentrale Rolle, auch wenn diese Werte auf völlig unterschiedliche Arten ausgespielt werden – im Kern verbinden sie beide. 
 Zeit also, diese Verbindung raus in die Welt zu tragen – und wie ginge das besser als mit einem gemeinsamen modischen Statement? 
 &amp;nbsp;Vor der Kamera standen diesmal Stauder-Mitarbeiterin Marina und der ehemalige Bergmann Christian. 
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                            <updated>2021-01-21T20:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Durch die Wut</title>
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                                            Pünktlich, lächelnd, schlichtes graues Iron Maiden-Shirt, dazu schwarze Cap und Nikes – so erscheint Farhad Nazarinead aka Fard zum Interview. Der 36-jährige Gladbecker Rapper hat sein neues Album NAZIZI nach dreimonatiger Corona-Verspätung vor ein paar Tagen veröffentlicht, d...
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            <title type="text">Man braucht den Tiger im Herzen</title>
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                 Mehr als 44.000 Kilometer ist Christian Keller in seinem Sportlerleben geschwommen. Dafür belohnte der Schwimmer sich in den 1990er Jahren unter anderem mit einer olympischen Bronzemedaille und dem Weltmeistertitel. Heute spult der 48-Jährige noch immer ein straffes Programm ab: In der Freizeit beim Triathlon, in seinem leitenden Job bei der Privatbank ODDO BHF und als TV-Experte fürs ZDF. Im Haldeninterview auf der Zeche Zollverein in seiner Heimatstadt Essen spricht Keller über den Umgang mit Herausforderungen. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
  Christian Keller, 2020 ist ein außergewöhnliches Jahr, das uns alle mit noch nie dagewesenen Situationen konfrontiert. Was waren deine größten Herausforderungen in der Zeit?  
 Das Jahr war für mich und meine Familie komplett herausfordernd. Dadurch, dass ich drei Kinder und einen verantwortungsvollen Job in leitender Funktion bei einer Privatbank habe, habe ich versucht, mich bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen und habe dementsprechend viel aus dem Homeoffice gearbeitet. In diesem Zuge war es für meine Frau Annika und mich ein Riesenspagat, logistisch mit den Kindern alles hinzubekommen – mit Notfallbetreuung, Schulschließung, Kindergartenschließung... Du warst im Prinzip nur damit beschäftigt, den Tagesablauf zu organisieren, dich und die Familie zu schützen. Man hat sich ein Stück weit isoliert. Dadurch ist die Familie noch stärker zusammengewachsen. 
  Als Schwimmer musstest du häufig Herausforderungen meistern. Welche haben sich bei dir besonders eingeprägt?   1993 bin ich Weltmeister geworden. Damals war meine Karriere gerade einmal fünf Jahre alt. Da merkt man erst einmal, wie schwierig es ist, dort zu bleiben – es scheint, als wäre der Weg nach oben einfacher. Denn wenn du einmal einen großen Titel errungen hast, schaut jeder auf dich und du hast automatisch die Favoritenrolle bei jedem Wettkampf als Rucksack mit dabei. Das fand ich persönlich positiv herausfordernd. Wenn ich meine 16 Jahre ohne Unterbrechung in der Schwimm-Nationalmannschaft betrachte, war diese Zeit sicherlich auch mit vielen Herausforderungen verbunden. Du musst deinen Tagesablauf perfekt organisieren, zu Beginn mit Schule und Sport, später mit Beruf und Sport. 1992 habe ich das Abitur abgeschlossen und mich eine Woche später für die Olympischen Spiele qualifiziert. Themen wie Dopingkontrolle, Sponsoren, Freundin, Familie und Presse kamen hinzu – dieser ganze Druck, den man hat. Ich hatte nie einen Manager, war aber immer drauf erpicht, zu wissen, was mit meinem Namen, mit meiner Vermarktung und meinen Möglichkeiten passiert. Das hat Ressourcen gekostet, aber ich hatte bedingungslose Unterstützung durch meine Eltern. Ich glaube, ich war in der Schwimm-Nationalmannschaft der einzige 28-jährige Arbeitnehmer, der noch zu Hause gewohnt hat – allerdings in einer eigenen Wohnung. Insofern konnte ich mich mit meinem Trainer Horst Melzer auf die Wettkämpfe und auf das Training konzentrieren. 
  Was war die schwierigste Situation, mit der du umgehen musstest?   Ich hatte 1997 einen Anlauf mit einem Manager gewagt, der mich vermarkten sollte. Da habe ich eine Bruchlandung erlebt, die sogar in einem Gerichtsverfahren mündete. Einen Prozess zu führen ist neben all diesen anderen Dingen schwierig und herausfordernd. Insofern war das eine sehr negative, aber auch eine sehr wertvolle Erfahrung. Und was man auch nicht vergessen darf: Man versucht ja immer, die emotionale Balance hinzubekommen – auf der einen Seite seinen Sport auszuüben, auf der anderen Seite aber auch mal eine Freundin zu haben. Eine relativ lange Beziehung ist letztlich aufgrund meiner sehr eingeschränkten zeitlichen Ressourcen zu Ende gegangen. Da hatte ich sehr dran zu knabbern und dann ist auch der eine oder andere Wettkampf nicht so gut gelaufen. Es war auch schwierig, meine Freunde zu sehen. Mit der Disziplin und dieser Fokussierung, nicht Fünfe gerade sein zu lassen, sondern jeden Morgen um 5.15 Uhr aufzustehen, um vor der Schule oder vor der Arbeit zu trainieren, kommen ganz wenige Menschen klar. Um 21.21 Uhr war Bettruhe angesagt. Daran sind viele Beziehungen kaputt gegangen. 
  Gibt es im Positiven ein besonderes Highlight, das du herausheben würdest?   Insgesamt machen mich die gut 16 Jahre von 1988 bis Anfang 2005 stolz. In diesem Zeitraum habe ich fast alle internationalen Ereignisse mitgemacht, bin Aktivensprecher gewesen und darüber zu meiner Tätigkeit als ZDF-Experte gekommen. Möchte man einen Einzelerfolg herausstellen, dann ist das sicherlich die Bronzemedaille bei Olympia mit der 4 x 200 Meter Freistilstaffel 1996 in den USA in Atlanta. Das war ein riesiges Highlight. Außerdem war die Schwimm-WM in Barcelona 2003 ein emotionaler Erfolg. Mit der Kraulstaffel haben wir dort Bronze gewonnen. Australien mit Ian Thorpe und die Amerikaner mit Michael Phelps waren unschlagbar und danach galten die Italiener als Favorit auf Platz 3. Durch einen unfassbaren Teamspirit haben wir es geschafft, uns durchzusetzen. Auch mein Karriereende war positiv. In Essen gab es das noch nie, dass ein Sportler im Ratssaal der Stadt verabschiedet wurde. Dr. Reininger, damals Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, der Vorsitzende der Jungen Union, der ja heute Oberbürgermeister ist, waren unter anderem im Rathaus dabei. Insgesamt sind 400 Menschen gekommen, um mich zu verabschieden. Dass mir so eine Ehre zuteil wurde, hat mich sehr stolz gemacht. 
 Wie schwer fiel es dir, deine Karriere 2004 zu beenden?  Überhaupt nicht, denn ich hatte ja immer einen dualen Karriereweg. Zum Ende hin war ich echt müde, was den Sport anbelangte. Während meiner Karriere bin ich mehr als 44.000 Kilometer geschwommen – zum Vergleich: Der Äquator hat eine Länge von 40.075 Kilometern. Das heißt, ich habe in meinem Leben einmal die Welt umrundet, aber nicht irgendwie, sondern mit vielen intensiven Serien, die mit Entbehrungen und Schmerzen verbunden waren. Insofern war ich mental nicht mehr in der Lage, diese Schmerzen zu ertragen, um mich noch mal zu verbessern. Außerdem hatte ich eine neue berufliche Herausforderung bei einer Privatbank und darauf wollte ich mich fokussieren. 
  Irgendwann hast du die Badehose aus- und den Anzug angezogen. Dein Weg aus dem Schwimmbecken in eine Bank – wie war das?   1993 habe ich in Essen eine Ausbildungbei der Deutschen Bank gemacht, weilmich Geld schon immer interessiert hat.Zwölf Jahre lang habe ich versucht, alsschwimmender Banker beides in Einklang zu bringen. Natürlich war das eineDoppelbelastung, aber mir war auchimmer klar, dass es ein Leben nach demSport geben würde. Der Wechsel in dieFinanzbranche ist mir am Ende leichtergefallen, als ich dachte. Wahrscheinlich,weil mich im Sport einige Eigenschaftenvorangebracht haben, die mir jetzt wieder zugute kommen: Fleiß, Disziplin, dieLeidenschaft, für meine Kunden besteLeistungen zu erbringen, und auch einegewisse Bescheidenheit. 
  Wie hast du deine Leidenschaft fürs Schwimmen entdeckt?   Eigentlich ist es Zufall gewesen. Ichkomme aus sehr bescheidenen Verhältnissen und mein Vater ist sehr froh, dassich zu einem Schwimmverein gegangenbin. So konnte er Wasserkosten sparen(lacht). Meine beiden Geschwister, dieauch schon in dem Schwimmverein aktivwaren, waren bereits in einer Talentsichtungsgruppe im Werdener Turnerbund.Beide haben ein gewisses Talent mitgebracht. Da ich bereits im Alter von fünfJahren sehr umtriebig war und ein hohesEnergielevel hatte, war meine Mutterfroh, als Trainer Willi Löbbert fragte, obsie noch ein weiteres Kind habe, dassie mit zum Training bringen könne. Inden Anfängen habe ich dort einmal dieWoche trainiert, habe aber auch nochFußball gespielt und Leichtathletik gemacht. Erst durch meinen ersten großenErfolg im Alter von 15 Jahren, als ichgleich dreimal deutscher Jugendmeistergeworden bin, habe ich mich auf dasSchwimmen fixiert. 
  Als du Weltmeister wurdest, warst du 21 Jahre alt. Wie hast du es empfunden, als junger Mensch eine gewisse Berühmtheit zu erlangen?   Das war schon Wahnsinn. Ich wurde praktisch über Nacht regional bekannt. Damals gab es noch kein Internet, die Welt war ganz anders als heute. Daher würde ich nicht sagen, dass ich prominent oder ein Star war. Der Fokus war regionaler. Aber ich wurde schon auf der Straße angesprochen und habe es damals genossen, bekannt zu werden. 
  Mit 16 Jahren in der Nationalmannschaft hältst du einen alleinigen Rekord. Was hat dich zu solch  einer konstant starken Leistung angetrieben?   Es war die intrinsische Motivation, zu schauen, was ich aus meinem Körper herausholen konnte. Allerdings hatte ich schon nach den Olympischen Spielen in Sydney 2000 überlegt, meine Karriere zu beenden. Das waren die tollsten Olympischen Spiele überhaupt. Damals war ich 28 Jahre alt, hatte dreimal an Olympia teilgenommen und merkte schon ein bisschen die Müdigkeit. Ich habe mich mit Sandra Völker ausgetauscht, die ebenfalls eine sehr erfolgreiche deutsche Schwimmerin war. Sie sagte mir, dass sie noch vier Jahre weitermacht. Also habe ich überlegt, auch noch mal vier Jahre dranzuhängen, habe mit meinen Sponsoren gesprochen, die sich ebenfalls vorstellen konnten, mich weiter zu begleiten. 
  Bereits als Aktiver bist du über Sport und Beruf hinaus karitativ und als Aktivensprecher sehr engagiert gewesen. Woher hast du die Energie dafür genommen?   Auch das ist intrinsische Motivation. Man braucht zum einen die körperlichen Voraussetzungen, Leistung bringen zu können, aber auch den Willen, das zu tun. In dieser Gemengelage braucht man den Tiger im Herzen, um sich durchzukämpfen und weiterzumachen. Aufgeben ist keine Option. Das hat im Sport schon zu dem einen oder anderen überraschenden Erfolg geführt, so auch bei mir. Zielstrebigkeit ist in meinem Herzen verankert. Ich möchte meine Ziele so effizient und schnell wie möglich erreichen. Es war eine Energieleistung, die einfach in meinem Körper drinsteckt. Heute versuche ich anderen Menschen von meinem Glück etwas zurückzugeben, speziell Kindern unter anderem über den Verein Förderturm e.V. im Essener Norden. 
  Energieleistung ist ein gutes Stichwort. Nach deinem Karriereende bist du im Marathon und Triathlon an den Start gegangen. Brauchst du den Reiz des Wettkampfs?   Du musst heutzutage zum Ende der Karriere den Körper von der Droge Sport entwöhnen. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich sage gerne: „Dort, wo der Leistungssport anfängt, hört der gesunde Sport auf.“ Daher habe ich mich zum Karriereende kardiologisch begleiten lassen. Es stellte sich heraus, dass mein Herz größer und mein Herzmuskel dicker ist als bei anderen Menschen. Also sollte ich meinen Körper sukzessive entwöhnen, ausdauerleistungsmäßig etwas machen mit gewissen Belastungsspitzen. 
  Warum hast du die Sportart gewechselt?   Ich hatte einfach keine Lust, wieder ins Schwimmbad zu gehen und habe daher nach Alternativen gesucht. So bin ich zum Marathon gekommen. Die erste Laufeinheit war eine Katastrophe. Nach nur zehn Minuten hatte ich als Schwimmer einen Wadenkrampf und hatte drei Tage lang Muskelkater. Von meinen 90 Kilogramm Körpergewicht waren durch das Schwimmtraining 80 Prozent im Oberkörper und nur 20 Prozent in den Beinen. Das musste ausgeglichen werden, sonst lastet bei jedem Schritt das achtfache Gewicht auf Hüfte, Beinen, Knien und Füßen. 
  Und wie kamst du dann zum Triathlon?   Einmal habe ich für den Essener Herbstmarathon trainiert und musste zweimal um den Baldeneysee laufen. Ich bin im strömenden Regen gestartet und habe meinen Lauf im strömenden Regen beendet. Danach war für mich klar, dass ich das nicht noch einmal machen wollte. Ein guter Freund von mir ist Triathlet und ihm bin ich dann gefolgt. In den Anfängen habe ich die olympische Distanz bestritten und dann auch die Mitteldistanz. Dabei habe ich für mich gemerkt, dass mir eine vierstündige Belastung nicht liegt. Daher starte ich heutzutage nun nur noch in der Sprintdistanz. 
  Dem Schwimmen bleibst du weiterhin TV-Experte erhalten. Wie fühlt sich dieser „Seitenwechsel“ an?   Ich bin dem ZDF sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, dem Zuschauer meine Lieblingssportart näherzubringen. Es tat schon weh, dass die deutschen Schwimmer 2012 in London und 2016 in Rio keine Medaille geholt haben. Das gab es 44 Jahre lang nicht. Es ist sehr schwierig, zu kommentieren, wenn der Erfolg ausbleibt. Dennoch weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung als Sportler, wie schlimm es ist, wenn dann noch einer draufhaut. Es ist für einen selbst schon schlimm genug. Daher versuche ich, so objektiv wie möglich zu berichten, ehrlich zu sein, ohne verletzend zu werden. Umso schöner ist es, wenn man wie im letzten Jahr in Südkorea Florian Wellbrock im Wasser hat, der Weltmeister wird und man das kommentieren darf. Nun haben wir mit Florian Wellbrock, Sarah Köhler und hoffentlich auch mit Jessica Steiger wieder mehrere Athleten mit Medaillen-Chancen. 
  Wie sieht der Arbeitsalltag eines TV-Experten aus?    Man muss schon sagen, dass es harte Arbeit ist. Wenn man teilweise bis nachts gearbeitet hat, muss man morgens früh wieder in der Schwimmhalle sein, um die Vorläufe anzuschauen. Man hat wenig Schlaf, arbeitet teilweise 14 Stunden am Tag. Dabei die Dinge inhaltsstark und rhetorisch gut rüberzubringen, immer genau auf das Kamerabild abgestimmt, erfordert Fokus und Konzentration. Eine gewisse Leichtigkeit in der Moderation kann man nur dann transportieren, wenn man sich wirklich mit Akribie vorbereitet. Man muss Wettkämpfe und Zeiten aus dem Kopf abrufen können, um direkt eine Einordnung vornehmen zu können. Inzwischen mache ich das seit 15 Jahren fürs ZDF und weiß es sehr zu schätzen. Man ist in einer ausgebuchten Halle, hat die besten Plätze und kann kommentieren. Das macht bei aller Anstrengung viel Spaß. Daher drücke ich uns allen die Daumen, dass Tokio nächstes Jahr klappt. 
  Wie stehst du zu der Idee, Olympia 2032 nach Deutschland zu holen?   Anfang der 2000er Jahre ist es nicht gelungen. Aktuell gibt es ernsthafte Bestrebungen einer Privatinitiative um Sportmanager Michael Mronz, die Olympischen Spiele 2032 an Rhein und Ruhr zu holen – in eine Metropole, in die die Spiele hingehören. Die Menschen in NRW wollen Sport und ein Großereignis. Rund 80 Prozent der Sportstätten sind bereits vorhanden, weswegen das Thema nachhaltig und kostengünstig ist. Wir brauchen lediglich die Infrastruktur. Wenn die Spiele kommen würden, wäre das eine riesige Chance, das Ganze noch mehr anzuschieben: die innerstädtischen Verbindungen, den Ausbau der Autobahnen und des Nahverkehrs. Nachdem ich schon auf allen Kontinenten der Welt gewesen bin, wäre es Wahnsinn, Olympia vor der Tür zu erleben. Zudem wäre es eine riesige Chance für uns Deutsche, uns nach einer Fußball-Weltmeisterschaft weltoffen zu zeigen. 
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                            <updated>2020-12-23T16:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Das andere Motiv</title>
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                 Ob am Spielfeldrand beim Fußballzweitligisten VfL Bochum. Ob auf Tour mit Revolverheld, Joris oder Johannes Oerding – Tim Kramer lebt zwei große Träume gleichzeitig. Zu verdanken hat er das seiner Kamera. „Das ist die Daseinsberechtigung“, sagt der Bochumer Fotograf und lächelt. Dabei war sein Weg neben die Plätze und hinter die Bühnen alles andere als vorgezeichnet. 
 Wie so oft im Leben sind es die Kombinationen aus Zufällen und Hartnäckigkeit, die einen ans Ziel bringen. Als gelernter Bürokaufmann verbringt Tim Kramer seine Zeit am Schreibtisch. Doch er spürt irgendwann: „Das Büro und ich – wir werden keine Freunde mehr.“ Nebenbei ist er allerdings ständig mit der Kamera unterwegs, seiner eigentlichen Leidenschaft. 
 Und er ist schon immer Fußballenthusiast. Zwar reichte es nicht für auf dem Platz, aber er verehrt diesen Sport und seine Kultur. Mit Gleichgesinnten betreibt er ein Forum für Fußballgrafiken, lange bevor dies zum Social-Media- Trend wird. Als Bochumer ist er natürlich VfL-Fan; er selbst spricht in diesem Zusammenhang eher von Liebe. Kramer merkt: Er will Teil dieser Welt sein, Teil des Fußballs. Diese Idee bleibt immer im Hinterkopf, und irgendwann lernt er den Stadionsprecher des Wuppertaler SV kennen, der wiederum wen kennt und was regelt – und am Ende fotografiert Kramer bei einem Gastspiel seiner Bochumer in Wuppertal. Es ist seine Chance und er nutzt sie. Dem Club gefallen die Bilder, sie starten ein Kalender-Projekt. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Der 33-Jährige ist inzwischen der Haus- und Hoffotograf des VfL, bekommt viele andere Foto-Jobs im Fußball. 
 Dann die Musik. Das ist das zweite Feld, das Tim Kramer schon immer fasziniert hat. „Aber als Junge aus Bochum ohne Berührungspunkte mit der Szene war es echt schwierig, dort reinzukommen“, erinnert er sich. „Ich habe Mails geschrieben wie ein Bekloppter.“ Irgendwann bricht ihm ein sichergeglaubter Termin weg, er ist genervt, schreibt aus der Emotion heraus eine weitere Mail, diesmal an die Hamburger Band Revolverheld, die ihr Abschlusskonzert in Bochum gibt. Tatsächlich klingelt kurze Zeit später sein Telefon, er könne kommen und die Band an dem Abend begleiten. 
 Die Jungs sind Fußballfans und ihnen gefallen seine Fotos. An dem Abend stellt er sich gut an. Ein paar Tage vergehen, dann klingelt das Telefon erneut. Er soll die Band beim MTV-Unplugged in Hamburg begleiten. Kramer denkt: Besser wird es nicht mehr. Und er täuscht sich. Denn nun öffnet sich die sprichwörtliche Tür – er geht hindurch und wird heute unter anderem von Joris über Michael Patrick Kelly bis Johannes Oerding für Touren, Konzerte und Jobs gebucht. Unter anderem. Diese Mail an Revolverheld, das sagt er heute – rund sieben Jahre später – hat sein Leben „komplett umgekrempelt“. Seinen Bürojob hat er schon lange an den Nagel gehängt. Er arbeitet an der Ruhr-Universität Bochum in der Hochschulkommunikation und eben als Fotograf unter dem Namen „Tremark“ in den Stadien und Hallen und Arenen, exakt so, wie er es sich immer gewünscht hat. 
 Kramer ist ein freundlicher, ruhiger, reflektierter Mensch. Es wird sicher Leute geben, denen man diese illustre Kundenliste im Gespräch unangenehm anmerken würde. Wenn der Bochumer aber über seine Arbeit spricht, hört man echte Dankbarkeit und aufrichtige Begeisterung: dafür, dass ihn sein Weg dorthin geführt hat, wo er jetzt ist. Und für all die Momente, die er erlebt und festhält. Das ist sein Antrieb – hinter die Kulissen zu schauen, sich sein eigenes im wahrsten Sinne des Wortes Bild zu machen und auch mal woanders hinzuschauen als alle anderen. Das macht seine Fotos aus, das hat viel mit Stimmung, mit Atmosphäre zu tun. Mit kleinen Beobachtungen und scheinbar unbedeutenden Szenen am Rande. Zum Beispiel beim Fußball: „Ich kann oft gar nicht das fotografieren, was andere können. Deshalb versuche ich, das Motiv zu erwischen, das die anderen Fotografen vielleicht nicht haben und auch mal links und rechts zu schauen“, erklärt er. „Ich lege den Fokus gerne auf andere Dinge. Da kommen ja ganz viele Geschichten zusammen in einem Stadion oder bei einem Konzert. Die Frage, warum gehen Menschen dorthin? Das alles finde ich mega spannend.“ 
  Alle Bilder:&amp;nbsp; © Michael Schwettmann   
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                            <updated>2020-12-23T16:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Ein Teil der Geschichte</title>
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                                            Offen, ehrlich und direkt – so werden die Menschen im Ruhrgebiet beschrieben. Von diesem Schlag ist auch Bergmann Dirk Schoroth. Er begrüßt die Kunden im Freiraum, dem Sitz der Grubenhelden in Gladbeck, mit einem herzlichen „Glückauf“. Ohne Schnörkel ergibt sich mit dem 50-Jäh...
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                 Offen, ehrlich und direkt – so werden die Menschen im Ruhrgebiet beschrieben. Von diesem Schlag ist auch Bergmann Dirk Schoroth. Er begrüßt die Kunden im Freiraum, dem Sitz der Grubenhelden in Gladbeck, mit einem herzlichen „Glückauf“. Ohne Schnörkel ergibt sich mit dem 50-Jährigen ein sehr nettes Gespräch. Er teilt seine Geschichten aus 33 Jahren unter Tage so lebendig, als hätte man selbst an seiner Seite „geknüppelt“, wie er selbst sagt. Der Vater einer 23-jährigen Tochter gehört seit Mai 2019 zum Team Technik bei den Grubenhelden. 
 Dirk Schoroth begann 1986 seine Lehre zum Bergmechaniker auf der Schachtanlage Prosper-Haniel in Bottrop, seiner Heimatstadt. Nach der Lehrzeit wechselte er in den Abbau und war in den Hobel- und Walzenbetrieben tätig, 2009 wurde er zum Aufsichtshauer befördert und blieb sein gesamtes Berufsleben vor Kohle und immer auf dem gleichen Pütt. „Das war mein Leben“, sagt er rückblickend, wenn er von den bis zu Sieben-Tage-Wochen berichtet. „Du hast mit den Kumpeln mehr Zeit verbracht als mit deiner eigenen Familie. Bis zu zehn Stunden am Tag, auch am Wochenende.“ Dirk war außerhalb seiner eigenen Schichten als Mitglied der Grubenwehr im Ernstfall weiter für seine Kollegen vor Ort. Er erinnert sich an den Moment, als er selbst Hilfe benötigte: „Wir haben gegessen und ich habe mich an einem Stück Apfel verschluckt. Das Licht am Ende des Tunnels konnte ich schon sehen, bis mich geistesgegenwärtig ein Kumpel packte und von hinten um meinen Brustkorb zudrückte. Wäre ich alleine gewesen …? Das zeigt, egal wie hart die Arbeit war – es war dreckig, nass, staubig, warm und laut – die Kameradschaft war einmalig. Du warst eins!“, schwärmt er. 
 Prosper-Haniel war das letzte Deutsche Steinkohlebergwerk. Die letzte Kohle wurde im September 2018 gefördert, einen Monat später war auch für Dirk Schichtende. Gemeinsam mit wenigen Hundert Kumpeln raubte er das letzte Kohlerevier. Er gehörte zur Frühschicht, die den Kohlehobel demontierte, der heute blau und weiß lackiert auf dem Arenaring der Veltins-Arena auf Schalke steht – in Erinnerung an den Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet. „Ich war traurig, aber auch froh, dass es für mich gereicht hat“, blickt er heute auf die bewegende Zeit zurück. Nach kurzer Freizeitphase ist er nun in der Anpassung, was sich zunächst wie Urlaub angefühlt hat. Aber irgendwann wurde es langweilig und auch seine Lebensgefährtin meinte, es würde Zeit, dass er wieder was tut. Über Kumpel Christian, der für die Grubenhelden arbeitet, kannte er die Klamotten schon seit längerer Zeit. Ihm war klar, sollte sich Gründer Matthias Bohm für ihn entscheiden, würde er sofort dort anfangen. Heute nennt Matthias ihn „die gute Seele“ der Grubenhelden. Dirk unterstützt das Team Technik, das alles versucht so gut es geht umzusetzen, „was Matthias sich von heut‘ auf morgen in den Kopf gesetzt hat“. 
 Dirk kommt dabei zu Gute, dass er auch als Bergmann unter Tage immer schnell auf veränderte Situationen und Aufgaben reagieren musste. „Du hattest keinen Plan, den du abarbeiten konntest“, sagt er und gibt zu, „dass auch heute gelegentlich geprutscht wird.“ Wer Bergleute kennt, weiß aus eigener Erfahrung, dass auf ihre Arbeit immer Verlass ist – und das schätzen auch die Grubenhelden. Als Bergmann hat Dirk vor seiner fachspezifischen Ausbildung für den Untertagebetrieb alles Handwerkliche erlernt und sich im Berufsleben angeeignet, von dem das junge Unternehmen nun profitiert. „Nur dass ich heute statt Kohle abzubauen beispielsweise Garderoben für einen Pop-up-Store baue“, schmunzelt er. Auch den Shop im CentrO. hat er mit eröffnet und stand in voller Montur in Deutschlands größtem Shopping-Center: „Wir tragen die Geschichte, deren Teil ich bin, weiter. Immer wieder habe ich astreine Gespräche – egal ob mit ehemaligen Bergleuten oder anderen. Das ist eine feine Sache, den Leuten so davon erzählen zu können.“ 
 „Einmal Bergmann, immer Bergmann.“ Die Arbeit bei den Grubenhelden ist für Dirk maßgeschneidert. Er weiß es zu schätzen, so jung, gesund und fit das Leben genießen zu können. Mit seiner Lebensgefährtin, die passenderweise mit Nachnamen Bergmann heißt, tourt er mit seinem E-Bike durch das ganze Ruhrgebiet. Dabei sind Touren bis zu 90 Kilometern keine Seltenheit: „Wir sind immer unterwegs. Hier gibt’s schöne und vor allem grüne Ecken – es muss nicht immer weit weg sein.“ Immer mit dabei ist Dirks Schnupftabak. Er hat nie geraucht, aber um Nase und Kopf freizubekommen und mal kurz dummes Zeug zu quatschen, gönnt er sich gerne eine Prise. „Danach geht die Arbeit auch wieder flotter von der Hand.“ 
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                            <updated>2020-12-21T20:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Dieselkatze meets WESTENERGIE</title>
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                   Antrieb für die Zukunft   
 Als kleiner Marketing-Gag hat es angefangen. Daraus entstanden ist eine Hommage an den Bergbau gepaart mit nachhaltiger Zukunftsorientierung: Die Grubenhelden sind – unterstützt von WESTENERGIE – mit einem elektrischen Streetscooter auf den Straßen des Ruhrgebiets unterwegs. Getauft wurde der umweltfreundliche Transporter auf den Namen Dieselkatze. 
 „Die Dieselkatze war das Transportfahrzeug unter Tage und unsere Dieselkatze ist das Transportfahrzeug, mit dem wir aus Gladbeck heraus all unsere Stores im Ruhrgebiet mit Ware bestücken“, erklärt Grubenhelden-Gründer Matthias Bohm. 
 Dort, wo es staubt, laut und heiß ist, ist die ursprüngliche Dieselkatze zu Hause – eine Einschienen-Hängebahn. In mehr als 1000 Metern Tiefe windet sie sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Stollen, transportiert die Kumpel zu ihren Arbeitsplätzen und befördert Material. Angetrieben wird die Dieselkatze durch einen Dieselmotor, der ihr ihren Namen verleiht. Seit dem Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus wird dieses Transportmittel nicht mehr benötigt. 
 Anders bei Grubenhelden: Leise und emissionsfrei sind sie mit ihrer Dieselkatze seit einiger Zeit auf den Straßen der Metropole Ruhr unterwegs und beziehen den Strom dafür von ihrem Energiepartner WESTENERGIE. Das Essener Unternehmen sichert die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Das Fahrzeug ist dunkel beklebt, auf der Rückseite ist ein Schachteingang zu sehen. Somit bekommt die moderne E-Mobilität, auf die das Startup zurückgreift, einen nostalgischen Anstrich und einen nostalgischen Namen. 
 „Wenn ein Bergmann den Namen Dieselkatze hört, erkennt er sofort den Zusammenhang“, sagt Bohm. „Jeder andere fragt sich, warum ein elektrisch betriebener Streetscooter den Begriff Diesel in seinem Namen trägt.“ Und schon beschäftigt er sich mit einem weiteren Stück Bergbaugeschichte. 
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                            <updated>2020-11-16T18:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gegen Widerstände und Wahrscheinlichkeiten</title>
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                                            Fünf Jahre ist es her, dass Gerald Asamoah seine Karriere mit einem Gänsehaut-Abschiedsspiel vor 60.000 Fans auf Schalke beendet hat. Langweilig ist ihm seitdem nicht geworden. Als Manager lenkt er die Geschicke der U23 des FC Schalke 04 und ebnet Talenten den Weg in den Profi...
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                            <updated>2020-10-27T12:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Unter Tage sind alle gleich – warum nicht auch darüber?</title>
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                                            Grubenhelden ist mehr als nur Mode. Uns geht es schon immer darum, mit unseren Teilen und Kollektionen Ideen und Werte aus dem Bergbau weiterzutragen.
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                 Grubenhelden ist mehr als nur Mode. Uns geht es schon immer darum, mit unseren Teilen und Kollektionen Ideen und Werte aus dem Bergbau weiterzutragen. Zusammenhalt gehört dazu, genauso wie das vorbehaltlose Miteinander von Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Hautfarbe. „Unter Tage sind alle gleich“, sagt man. Und wir wollen, dass auch über Tage alle Menschen gleich sind. 
 Auch dieses Jahr hat gezeigt, wie tief Ressentiments noch immer in der Gesellschaft verankert sind. Es hat aber auch gezeigt, dass sich viele Menschen für Toleranz engagieren – die Black Lives Matter-Bewegung aus den USA, die auch in Deutschland Diskussionen angestoßen hat, ist da nur ein Beispiel. Aber auch im Alltag gibt es so viele Aktive, die sich tagtäglich für mehr Menschlichkeit und für eine echte Gemeinschaft einsetzen 
 Wir haben das Gefühl, dass es auch für Marken und Unternehmen an der Zeit ist, klar Position zu beziehen. Das tun wir. Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz. Klar und deutlich: Wir stehen für Toleranz, für Diversität und für Gemeinschaft. Da gibt es keine Diskussionen. 
 Deshalb haben wir uns entschieden eine Botschaft zu senden, und zwar mit dem Sprachrohr, über das wir als Grubenhelden verfügen: unsere Mode. Mit der Sonderkollektion  FOR ALL COLORS  und der dazugehörigen Kampagne wollen wir für Diversität werben und unsere Position unterstreichen. Mit den Spenden wollen wir aktiv Institutionen in unserer Heimat, dem Ruhrgebiet, unterstützen, die sich mit ihrer Arbeit all diesen Themen widmen und helfen, die Welt ein Stück weit besser zu machen. 
 Es ist ein kleiner Beitrag. Aber es ist ein Beitrag. Es geht uns hierbei nicht um Marketing – uns war es wichtig, Stellung zu beziehen, ein Statement zu setzen. Damit wollen und können wir nicht länger warten: Grubenhelden steht ganz klar gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir wollen nicht trennen, wir wollen vereinen. Wir stehen für Vielfalt. Unter Tage. Über Tage. For All Colors. 
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            <title type="text">Andreas Niedrig: &quot;Es ist egal, was du bist - Entscheidend ist, was du sein wi...</title>
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                                            Mit Anfang zwanzig ist Andreas Niedrig heroinsüchtig. Dank einer unvorstellbaren Willenskraft gelingt es ihm, sein Leben von Grund auf zu ändern. Gegen alle Widerstände wird er zu einem der weltbesten Triathleten, überwindet Rückschläge, wird Buchautor, Filmproduzent und arbei...
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                 Mit Anfang zwanzig ist Andreas Niedrig heroinsüchtig. Dank einer unvorstellbaren Willenskraft gelingt es ihm, sein Leben von Grund auf zu ändern. Gegen alle Widerstände wird er zu einem der weltbesten Triathleten, überwindet Rückschläge, wird Buchautor, Filmproduzent und arbeitet heute als Speaker. Seit seine persönliche Geschichte Anfang 2000 im Buch „Vom Junkie zum Ironman“ veröffentlicht wurde, steht der Triathlet in der Öffentlichkeit. Das tut er leidenschaftlich gerne, denn auf diese Weise möchte er weiter- geben, dass mit einem ausgeprägten Willen nahezu alle Ziele realisierbar sind.&amp;nbsp; 
  Andreas, auf Social Media hast du den Grubenhelden gemeinsam mit dem Olympiazweiten im Zehnkampf von 1996, Frank Busemann, eine Videobotschaft nach New York gesendet. Wie kam es dazu?&amp;nbsp;  
 Frank kommt wie ich aus dem Ruhrgebiet. Teilweise hatten wir die gleichen Trainingsstätten und haben uns darüber kennenge- lernt. Im Zehnkampf war er sehr erfolgreich und wurde für mich ein großes Vorbild. Nun hatte er mich gebeten, mit ihm ein Lehrvideo zum Thema Schwimmen aufzunehmen. Zehnkämpfer zu sein, bedeutet nicht unbedingt, auch gut schwimmen zu können (lacht). Also haben wir uns im Schwimmbad getroffen. Ich habe ihn gefragt, ob er die Grubenhelden kennt. Er hatte bereits davon gehört, kannte den Hintergrund aber nicht genau. Ich habe ihm das T-Shirt „Consol“ gezeigt, geschildert, dass das Modelabel gerade auf der New York Fashion Week ist, und dann war er sofort dabei. Natürlich konnte er sofort mit dem Grubenhemd-Stoff etwas anfangen und fand die Idee richtig gut.&amp;nbsp; 
  Was verbindet dich persönlich mit dem Bergbau?   
 Meine gesamte Kindheit hat sich um die Zeche meiner Heimatstadt Oer-Erkenschwick gedreht. Mein Opa war als Steiger auf dem Pütt, mein Papa hat dort ebenfalls seine Ausbildung zum Elektriker gemacht. Als Kind war es für mich ein schönes Ritual, nach der Schule zu meiner Oma zu gehen.&amp;nbsp; 
 Wie man es aus alten Ruhrgebietsgeschichten kennt, saß sie meistens mit ihrem Kissen am Fenster und wir haben uns von der Straße zum Fenster unterhalten. Sie hat mir mitgeteilt, wann die Schicht meines Opas an dem jeweiligen Tag endete und ich bin die 500 Meter von ihrem Haus zur Zeche Ewald in Oer-Erkenschwick gelaufen, die direkt im Mittelpunkt unserer Stadt stand, um ihn abzuholen. Häufig ging er mit seinen Kollegen noch zum Kiosk, um gemeinsam ein Feierabend-Bier zu trinken. Ich habe ein paar Pfennige bekommen und durfte mir Klümpchen kaufen. Das war ein echtes Highlight für mich. Übrigens waren alle nach ihrer Schicht zwar sauber, hatten aber die typischen schwarzen Ränder vom Kohlenstaub unter den Augen, was ich nie vergessen werde.&amp;nbsp; 
 In unserer Stadt gab es außerdem einen Zug, der die heiße, frisch geförderte Kohle rausfuhr, damit diese abkühlen konnte. Als Kinder sind wir immer wieder auf die Züge gesprungen, weil diese nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren sind. Manchmal haben wir auch einen Pfennig auf die Schienen gelegt, der dann plattgedrückt wurde. Die ganze Kindheit hat sich um den Pütt gedreht. Wenn es bei uns geschneit hat, war der Schnee in der Luft weiß, als er auf den Boden gefallen ist, war er schwarz. Meine Oma hat die Gardinen gewaschen und geschimpft, weil sie nach einer Woche wieder voller Kohlenstaub waren. Wärme im Haus gab es durch Kohleöfen. Die ganze Region, die Industrie und damit unser gesamtes Land hat von dem Steinkohlebergbau profitiert - von den Menschen, die einfach bereit waren, zu malochen.&amp;nbsp; 
  Und was schätzt du an Grubenhelden?&amp;nbsp;  
  Mein Opa hat immer gesagt: „Unter Tage waren alle gleich. Wenn wir nicht zusammengearbeitet hätten, wären wir zusammen untergegangen.“ Außerdem kamen zahlreiche Gastarbeiter nach Deutschland, um hier zu arbeiten und unser Land zu dem zu machen was es heute ist. Und es hat funktioniert! Niemand hat großartig nach dem Herkunftsland gefragt und es gab keinerlei Integrationsprobleme. Alle waren füreinander da. Und die Geschichte des Ruhrgebiets, von Zusammenhalt und Werten ist die Geschichte der Grubenhelden und das ist für mich ein sehr wertvoller Beitrag, unsere Vergangenheit nicht zu vergessen, und vor allem auch stolz auf das zu sein, was einmal war.&amp;nbsp; 
  Auf deiner Autogrammkarte und deinem Fahrrad findet sich ein Förderturm. Was symbolisiert er für dich?   
 Er steht für Heimat und damit ein Stück weit für Sicherheit. Insofern sind die Grubenhelden ein regelrechtes Geschenk für mich. Ich muss nichts inszenieren, wenn ich mein Schlüsselband irgendwo auf den Tisch lege. Ich sehe den Stoff, aus dem die Hemden der Bergleute geschneidert wurden, und kann darüber direkt in meine Geschichte einsteigen. Egal, wo ich bin - in Baden-Baden oder München. Das ist ein Stück Heimat, ein Gefühl von Verbundenheit.&amp;nbsp; 
  Wie lange dauert eigentlich eine klassische Triathlon-Karriere?   
 Das ist sehr unterschiedlich, aber zwanzig Jahre Profisport kommen wohl nicht so häufig vor (grinst). Wobei es bei mir natürlich Höhen und Tiefen gab, lange Unterbrechungen wegen Verletzungen zum Beispiel. Aber ich habe es, glaube ich, schon sehr ausgereizt. Mein Sport war ein riesiges Geschenk, wie auch meine Lebensgeschichte. Ich konnte reisen, andere Kulturen kennen lernen und mit Menschen zusammen sein, die in ihrem Leben klare Ziele verfolgt haben.&amp;nbsp; 
  Warum hast du diese Strapazen auf dich genommen?   
 Naja, ich hatte bereits einige Male aufgehört. 2003 zum Beispiel. In diesem Jahr hatte ich ohnehin vor, mich umzuorientieren. Damals war ich 36 Jahre alt und damit eigentlich zu alt für den Triathlon-Sport als Profi. Mein Buch „Vom Junkie zum Ironman“ war drei Jahre auf dem Markt und dadurch erreichten mich immer mehr Anfragen, als Referent im Bereich Prävention von meinen Erfahrungen zu berichten. Mein Traum war es also, bei der WM auf Ibiza als Weltmeister meine Karriere zu be- enden. Drei Wochen vor dem Wettkampf hatte ich Probleme mit der Achillessehne. Ursache war eine Entzündung, aufgrund derer ich mich operieren lassen musste. Dabei kam es zum Super-GAU: Die Sehne wurde versehentlich von meiner Ferse abgelöst und ich lag mit Unterbrechungen zwei Jahre im Krankenhaus, musste neunmal nachoperiert werden. Drei Jahre lang war überhaupt nicht mehr an Sport zu denken. Die Ärzte haben mir prognostiziert, ich könne nie wieder Sport betreiben.&amp;nbsp; 
  Wie bist du mit der Situation umgegangen?  
  Zu dem Zeitpunkt stellte sich für mich die Frage, was ich nun aus meinem Leben machen wollte. Fest stand, dass ich nicht mehr wie bisher als Orthopädiemechaniker arbeiten wollte. Ich wollte meine Selbstständigkeit nicht verlieren, wusste allerdings nicht, wie ich das umsetzen sollte. 2006 habe ich mich dann entschlossen, mein Buch noch einmal neu zu schreiben. Mit einem größeren Verlag wurde es wieder ein Bestseller und bis 2007 habe ich keinen Leistungssport gemacht, sondern mich auf das Buch konzentriert. 2008 wurde es sogar verfilmt, sodass ganz andere Themen im Fokus standen. 2009 ist es mir gelungen, mich noch einmal als Profi für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii zu qualifizieren, was eigentlich undenkbar war. Beim Rennen war ich mit elfeinhalb Stunden sehr lange unterwegs, bin 881. geworden. Es sollte zu dem Zeitpunkt mein letztes Rennen sein, da ich wieder einmal ein neues Ziel hatte, einen eigenen Kinofilm produzieren: „Traumwärts“, der dann auch mit Hilfe meiner Freunde ein aus unserer Sicht erfolgreicher Film wurde. Inhaltlich sollte der Film zeigen, wie ich das Leben sehe. Dass dir jeden Tag Türen geöffnet werden, dass du jeden Tag spannende Menschen kennen- lernen kannst, die für eine Sache brennen - so wie ich auch Matthias Bohm von den Grubenhelden kennengelernt habe. Also habe ich mich von 2009 bis 2012 um das Filmprojekt gekümmert.&amp;nbsp; 
  Dem Leistungssport abgeschworen hattest du aber noch immer nicht...&amp;nbsp;  
  Nein, denn 2012 habe ich aus Spaß in Roth bei der Deutschen Meisterschaft im Langstreckentriathlon teilgenommen. Ich bin in meiner Altersklasse direkt Erster geworden, obwohl ich drei Jahre lang keine Wettkampfpraxis mehr hatte. Da habe ich gesehen, dass noch Potenzial in mir schlummerte und habe 2013 im Alter von 46 Jahren wieder den Profipass gelöst. Aufgrund meines Alters haben mich alle anderen Profis für verrückt erklärt, aber 2015 und 2016 hatte ich zwei richtig gute Saisons, ohne dass ich jedoch die jungen Athleten ernsthaft gefährden konnte. Aber für mich war es eine riesige Zugabe, mit viel Verzicht und Quälerei, aber nun ist es vorbei und das ist auch gut so.&amp;nbsp; 
  Jetzt befindest du dich in einer spannenden Phase, dem Übergang von deiner aktiven Karriere als Leistungssportler in die Zeit danach. Welche Herausforderungen bringt das mit sich?&amp;nbsp;  
 Da ich nun vermehrt als Referent tätig bin und bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Vorträge gehalten habe, ist es ja ein eher schleichender Prozess gewesen, kein plötzlicher Einschnitt. Die Herausforderung in meinem neuen Leben besteht darin, mir die Freude zu bewahren an dem, was ich tue. Die Dinge jedes Mal so umzusetzen, als würde ich sie zum ersten Mal tun, als wären sie keine Routine. Neben meinen kommerziellen Veranstaltungen liegen mir meine sozialen Projekte sehr am Herzen, hier kann ich meine Erfahrungen, sowie mein Erlebtes nutzen um mich für unsere Gesellschaft zu engagieren.&amp;nbsp; 
  Welche Themen, Projekte oder Ideen deckst du bei deinen Veranstaltungen ab?&amp;nbsp;  
 Im Bereich Motivation geht es um konkrete Zielsetzungen, Umstrukturierungen und Change-Management. Große Konzerne müssen umdenken, um nicht von Unter- nehmen aus dem Ausland geschluckt zu werden. Viele stoßen in digitale, nicht wirklich greifbare Bereiche vor. Damit die Belegschaft diese Neuerungen mitträgt, ist es wichtig, die Unternehmensphilosophie so herunterzubrechen, dass alle Mitarbeiter Ziele für sich ableiten können. Mit meinen Vorträgen und Unternehmensfilmen verdeutliche ich, dass die Zeit für Veränderungen angebrochen ist. Sport dient mir dabei als eine emotionale und greifbare Metapher – mit einem Start, einer Strecke und einem Ziel. Als externer Referent darf ich meinen Zuhörern einiges abverlangen und darf Themenbereiche ansprechen, ohne dass sie sich auf den Schlips getreten fühlen. Auf der anderen Seite ist die Jugendarbeit das, was mir am Herzen liegt. Die zahlreichen Anfragen, die mich von Schulen erreichen, kann ich bei weitem nicht mehr bewältigen. Zudem werde ich sehr häufig von Schließern aus Gefängnissen angeschrieben. Aus einem solchen Kontakt ist beispielsweise ein Marathon-Laufprojekt entstanden, in dem es um aktive Resozialisierung geht. Mir ist es wichtig, den Inhaftierten das Gefühl zu geben, dass sie nicht vergessen werden und dass sie eine Chance verdient haben. Auf der anderen Seite möchte ich auch den Menschen, die im Gefängnis arbeiten, Wertschätzung entgegenbringen.&amp;nbsp; 
  Was für Rückmeldungen erhältst du aus dem Publikum?   
 Sehr positive. Ich denke, meine Vorträge kommen gut an, weil ich das, was ich vermitteln möchte, selbst gelebt habe. Meine Geschichte verliert offenbar nicht an Aktualität, weil ich mich in den unterschiedlichen Lebenssituationen immer wieder neu erfinde, motiviere und immer wieder aufstehe. Dabei vergesse ich nie, mich mit der Zeit und den immer wieder neuen Herausforderungen auch mitzuentwickeln. Daher habe ich auch den Begriff „Willensschaffer“ geprägt. Ich habe hinterfragt, welche Kompetenzen ich mitbringe. Alles, was ich in meinem Leben erreicht habe, habe ich durch meinen Willen geschafft. Ich bin weder Buchautor noch Filmproduzent. Trotzdem ist es mir gelungen, ein Buch zu schreiben und Filme zu produzieren. Es ist also völlig egal, was du bist. Entscheidend ist, was du sein willst. Wir Menschen wollen so vieles sein, haben allerdings oft Angst den einen entscheidenden Schritt in eine neue Richtung zu gehen. Es kommen so viele Fragen, auf die wir keine Antwort haben. Ist es die richtige Entscheidung? Kann ich es schaffen? Und, und, und. Gehen Menschen diesen Schritt, scheitern leider viele, wenn es schwierig wird. Sie stellen sich dann die Fragen wie: „Warum passiert es immer nur mir?“ Oder: „Warum schaffen es alle anderen, nur ich nicht?“ Und dann hören sie auf, an ihrem Ziel festzuhalten. Dadurch entsteht die Problematik, dass sie unerfüllt durchs Leben gehen. Ziele erreichen zu wollen bedeutet viel mehr, als sich eine fixe Idee in den Kopf zu setzen. Es bedeutet, sich bewusst zu machen, dass der Weg zum Ziel oft mit viel Arbeit, Verzicht und Ausdauer verbunden ist. Dieses Prinzip lässt sich auf alles übertragen - ob aufs Management, die Fußball-Bundesliga, unser Privatleben, Schulen oder auch Gefängnisse.&amp;nbsp; 
  Ist das Prinzip denn wirklich so leicht anwendbar, wie es klingt?  
  Ich will nicht vermitteln, dass im Leben alles ganz einfach ist und man es nur tun muss. Das Leben ist nicht einfach und das macht es ja gerade spannend. Wenn du hoch hinaus willst, wird die Luft nach oben hin immer dünner. Je mehr du wirtschaftlich erreichen möchtest, desto mehr Menschen sind neidisch und wollen dir Steine in den Weg legen. Die großen Ziele wirst du nur dann erreichen, wenn du bereit bist, zu arbeiten, hart zu arbeiten, permanent hin- zufallen und immer wieder aufzustehen. Das will ich mit Leidenschaft und Authentizität vermitteln, weil ich es vom ersten Tag nach meiner Drogenabhängigkeit an immer wieder aufs Neue selbst beweisen musste. Das ist zwar anstrengend, macht mir aber total viel Spaß und heute sehe ich, was ich dadurch erreicht habe und welche Anerkennung ich erfahre. Das möchte ich so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen. Ich will zeigen, dass es sich lohnt, im Leben nicht gleichgültig zu sein.&amp;nbsp; 
  Bei dir hat sich das ausgezahlt. Was hat dich angetrieben oder treibt dich noch heute an?   
 Bei mir war und ist es natürlich schon eine spezielle Situation. Denn man hat nicht ganz so oft im Leben die Chance, in einer bestimmten Disziplin zu den Besten zu gehören. Für mich war das natürlich das Besondere in meinen Sport, den ich so liebe und bei dem ich bis heute mit Herzblut dabei bin, auch wenn ich inzwischen nicht mehr als Profi starte. Aber es ist ein erstrebenswertes Ziel, im Leben in einer Sache so richtig gut zu werden. Meine Riesenchance ist es nun, auch als Speaker einer der Besten zu werden, denn auch diese Aufgabe erfüllt mich sehr und bereitet mir große Freude. Dann hätte ich es in zwei Bereichen, die mir am Herzen liegen, geschafft, mich sehr erfolgreich weiterzuentwickeln. Für mich persönlich ist es eine Riesenchance, dieses Gefühl, zu den Besten zu gehören, in einem anderen Bereich außerhalb des Sports nochmal leben zu dürfen. Und danach strebe ich.&amp;nbsp; 
  Welche Ziele hast du dir persönlich für 2019 gesetzt?   
 Zum einen habe ich sportlich noch ein bisschen was vor. Von meinem Radsponsor Trek wurde ich eingeladen, am Ötztal-Radmarathon teilzunehmen. Das sind 238 Kilometer auf 5500 Höhenmeter. Im Ruhrgebiet ist das nicht ganz einfach zu trainieren, weswegen ich momentan die Halde Hohe- wart, die rund 100 Höhenmeter hat, rauf und runter fahre. Zudem möchte ich meine Position als Speaker stärken und Unternehmen meinen Namen näherbringen, die mich bis heute noch nicht kennen. Darüber hinaus gibt es die Idee eines Fernsehformats, die an mich herangetragen wurde – ein neues Buch schreibe ich gerade und es gibt noch viele weitere Gedanken, die sich 2019 zu klaren Zielen verfestigen sollen. Und dann kommen noch tagtäglich diverse verrückte Ideen dazu, die zu fast 100% nicht umsetzbar sind. Aber manchmal ist dann doch die eine oder andere Idee dabei, die zu einem klaren Ziel wird und nicht nur mein Leben ordentlich durcheinander wirbelt - und dafür ist „Mann“ doch nie zu alt, oder? 
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            <title type="text">Kevin Köhler: &quot;…und plötzlich bist du Stuntman&quot;</title>
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                 Dieter Bohlen hat Kevin Köhler bei Deutschland sucht den Superstar einst nach Hause geschickt. Prädikat „zu sehr Musical“. Heute lebt der 32-Jährige seinen Traum: Er kann auf diverse Hauptrollen in großen Musicals zurückblicken, tritt bei Galas auf und gibt Workshops für den Nachwuchs. In diesem Jahr bringt er eine eigene EP heraus, auf der man eine neue Seite an ihm kennenlernt. 
 Elf Jahre ist er alt, als er zum ersten Mal mit seinen Eltern im Musical Starlight Express sitzt. Irgendwo ganz hinten rechts, weil die Tickets dort günstig sind. Fasziniert von dem rasanten Spektakel auf der Bühne, der Mischung aus Gesang, Tanz und Schauspiel gepaart mit der berührenden Geschichte um die Dampflok Rusty ist für ihn klar: „Ich will auf dieser Bühne stehen.“ Fortan entwickelt sich eine beeindruckende Zielstrebigkeit, mit der der Teenager seinem Traum jeden Tag ein winziges Stückchen näher kommt.&amp;nbsp; 
 Zunächst geht es für ihn darum, zu singen. Egal wie, egal wo. Ob im Kinderchor, in der Schule, im Gesangsunterricht der Musikschule oder im Kirchenchor - Kevin Köhler ist überall dabei. „Obwohl ich vorher nie zur Kirche gegangen bin, war ich von da an jeden Sonntag dort und habe im Chor gesungen“, erzählt er und lächelt. Und er traut sich auf die Bühne, was ihn jedes Mal aufs Neue große Überwindung kostet. Bei der Mini-Playbackshow des Schwimmvereins in Oer-Erkenschwick steht er als 13-Jähriger in einem Kostüm, das seine Mutter und er gemeinsam gestaltet haben, zum ersten Mal als Rusty auf der Bühne. Er gewinnt.&amp;nbsp; 
 Sein Ehrgeiz ist geweckt. Er nimmt an so vielen Wettbewerben teil, wie nur möglich. Auch auf Stadtfesten wagt er sich ins Rampenlicht. Er hat etwas erkannt: „Irgendwann muss man sich trauen, hinauszugehen und sich zu zeigen, wenn man es wirklich will.“ Dabei wird sein Lampenfieber nicht geringer. Das ist bis heute da. Selbst bei acht großen Shows pro Woche muss er sich immer wieder überwinden, sich immer wieder selbst Ruhe vermitteln, um schließlich auf den Punkt konzentriert und präsent zu sein. Je früher man sich das antrainiert, desto besser gelingt das, davon ist er heute überzeugt.&amp;nbsp; 
 Nun ist das Interesse für Gesang, Tanz und Schauspiel bei Jungs im Teenager- alter nicht gerade verbreitet. Kevin Köhler hingegen nutzt wirklich jede Plattform, um sich in seiner Leidenschaft zu üben. Gibt es also im Sportunterricht den Auf- trag, ein Referat zu halten, wählt er nicht wie all die anderen Fußball als Thema, sondern leitet die Klassenkameraden im Jazzdance oder Standardtanz an. „Ich war immer der Außenseiter in der Schule“, gibt er unumwunden zu. Früh muss er sich in dieser Rolle zurechtfinden. Im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof und als einziger Junge in der Gruppe von Kids, auf die die Gleichaltrigen herabsehen. „Hinzu kam, dass ich homosexuell bin, was ich damals nicht ausgelebt habe. Aber man hat es mir nachgesagt und ich war immer der Gehänselte.“ Er lässt das an sich abprallen. Zum einen Ohr hinein, zum anderen wieder heraus. „Das hat geprägt“, sagt er. Er lernt zu unterscheiden, welche Einflüsse wichtig sind und welche er besser ignoriert. Besondere Unterstützung erfährt er von seiner Mutter, die bedingungslos hinter ihm steht, aber auch von den Freunden, die ihn so akzeptieren, wie er ist. Einige Lehrer erkennen sein Potenzial ebenfalls, sodass er in der Theater AG ein ums andere Mal die Hauptrolle bekommt. Das bestärkt ihn, seinen Weg weiter zu gehen.&amp;nbsp; 
 Den nächsten größeren Schritt in seiner Entwicklung macht er auf einem Fan-Wettbewerb des Musicals AIDA in Essen. Hauptdarstellerin Maricel ist in der Jury. Nach dem Wettbewerb spricht sie den inzwischen 16-Jährigen an, ob sie ihm Gesangsunterricht geben dürfe. Ein Quantensprung, denn ab sofort ist er regelmäßig Backstage in Essen zu Gast und feilt unter Anleitung eines echten Profis an seiner Stimme.&amp;nbsp; 
 Nebenbei muss er eine etwas lästige Pflicht erledigen: eine Lehre zum gestaltungstechnischen Assistenten. Es ist eine Übereinkunft mit seiner Mutter Birgit, die gerne möchte, dass ihr Sohn eine Berufsausbildung abschließt, bevor er sich voll und ganz einer Musicalausbildung widmet. Doch Kevin Köhler möchte sich lieber heute als morgen seiner Leidenschaft widmen. Also macht er sein Abitur und die Ausbildung in der Werbeagentur parallel. „Ich dachte mir, umso schneller komme ich auf eine Musicalschule. Darauf hat sich Mama eingelassen.“ Da der Ausbildungsbetrieb in Essen ansässig ist, lassen sich die Proben mit Maricel problemlos mit dem Arbeitsalltag verbinden.&amp;nbsp; 
 Als sein Mentor fordert sie ihn unablässig, ermutigt ihn sogar, ohne besondere Vorkenntnisse zur Audition von Saturday Night Fever zu gehen, sich für eine Rolle in diesem Musical zu bewerben. „Ich konnte nicht einmal eine doppelte Pirouette drehen, aber ich stand zwischen all den Profis und habe es einfach gemacht“, erinnert er sich. Den Job bekommt er nicht, aber er hat seine Angst vor solchen Auswahlverfahren abgelegt und nimmt fortan regelmäßig daran teil. Auch als er sich nach abgeschlossener Lehre an der Stage School in Hamburg professionell in Tanz, Gesang und Schauspiel ausbilden lässt, bleibt er am Ball. So bekommt er bereits im dritten Jahr auf der Stage School seine erste Rolle im Tanz der Vampire. Die Ausbildung abzubrechen ist für ihn keine Option. Er möchte beides unter einen Hut bringen und beginnt, zwischen Hamburg und Berlin zu pendeln. Ein ambitionierter Spagat, der sich auszahlt. „Was ich auf der Bühne gelernt habe, konnte mir keine Schule beibringen“, betont Kevin Köhler. 
 Doch damit nicht genug. Sein Mitbewohner Kiko entdeckt ein Inserat des ZDF, in dem eine Casting-Show für Musicals ausgeschrieben wird. Köhler wiegelt ab. Schon einmal hat er vor einer Jury gestanden. Bei „Deutschland sucht den Superstar“ ist er im Alter von 16 Jahren in die zweite Runde gekommen. Dieter Bohlen sagte damals: „Du bist zu sehr Musical, das wollen wir nicht“. Ausgestrahlt wurde diese Szene nie, aber für Kevin Köhler steht fest, sich nie wieder in einer Casting-Show zu bewerben. Dann aber ruft eine Freundin an, der die Anzeige des TV-Senders ebenfalls aufgefallen ist. Und schließlich bringt der Mitbewohner den ausgedruckten Bewerbungsbogen einfach mit nach Hause. Gemeinsam gehen sie Frage für Frage durch, ohne einen Anhaltspunkt zu haben, auf was der Wettbewerb abzielt. Bis sie auf die entscheidende Frage stoßen: Können Sie Rollschuh laufen - ja oder nein? „Ab da wurde es interessant“, sagt Kevin Köhler strahlend. Natürlich vergisst er nicht, in dem Formular zu erwähnen, dass seine Traumrolle die des Rusty in Starlight Express ist. Er wird eingeladen und setzt sich in der von Thomas Gottschalk moderierten Show Runde für Runde durch.&amp;nbsp; 
 Ab Runde zwei lässt er sich von einem Agenten unterstützen, um die logistischen Abläufe zwischen der Stage School, den Auftritten in Berlin und der Casting-Show in Köln zu bewältigen. Seine Wochen sind streng durchgetaktet. „Wenn ich im Flieger eingenickt bin, wusste ich oft bei der Landung gar nicht mehr, wo ich war“, beschreibt er. Mit Unterstützung bewerkstelligt er das. Ab dieser Phase des Wettbewerbs ist außerdem klar, um was es geht: die Hauptrollen in Starlight Express. Größer hätte der Ansporn kaum sein können. 
 Als Kevin Köhler in die Top Ten der Show vorstößt, kommt Rollschuhtraining in Bochum mit auf seine Agenda. Denn die Gewinner sollen kurze Zeit nach dem Finale bereits auf der Bühne stehen. Der Rest ist Geschichte: Kevin Köhler gewinnt „Musical Showstar 2008“ und wird die erste deutsche Erstbesetzung der Lokomotive Rusty in seinem Lieblingsmusical Starlight Express.&amp;nbsp; 
 Dieser Erfolg ist zugleich die Geschichte einer zweiten Chance, vielleicht sogar von Schicksal. Denn bereits zuvor hatte sich der heute 32-Jährige auf der Stage School zu einem Casting für Starlight Express angemeldet. Doch er ist nie hingegangen. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er sich entmutigen lassen. Von den anderen, die sagten, es sei sehr schwierig, sich für das Musical zu qualifizieren. Es komme vorwiegend auf Tanz an. Tanz ist nicht seine liebste Disziplin. Er hat sich nie intensiv mit Ballett auseinandergesetzt oder mit Jazzdance. Seine Ballettlehrerin gibt ihm die Note zwei für den Schweiß, nicht für die Performance. Stark fühlt er sich eher in Gesang und Schauspiel. „Ich stand vor dem Casting-Raum und habe mich nicht getraut, hineinzugehen“, erinnert er sich. „Ich dachte, alle um mich herum sind Profis, ich habe eh keine Chance.“ Nun ist es&amp;nbsp; ihm auf anderem Wege gelungen, seinen Kindheitstraum zu verwirklichen. Ohne es zu wissen, hat er Woche für Woche die Starlight-Jury überzeugt, die inkognito im Publikum der ZDF-Show saß. Es sollte wohl so sein.&amp;nbsp; 
 Dabei ist es keineswegs einfach, sich auf der Bühne von Deutschlands ältestem Musical zu behaupten. Denn zu den drei klassischen Disziplinen kommt auch noch das Rollschuhlaufen dazu. „Du konzentrierst dich auf Tanz, Gesang und Schauspiel. Und auf einmal bist du Stuntman“, erinnert sich Köhler an die Proben, in denen es auch darum geht, sich bei einem etwaigen Sturz so abzurollen, dass man keine schlimmeren Blessuren davonträgt. Doch Herausforderungen schrecken den aufstrebenden Musical-Künstler nicht ab. Beim Glöckner von Notre Dame etwa lernt er zehn verschiedene Rollen und bekommt jeweils morgens mitgeteilt, welchen Charakter er abends spielt. An einem Tag ist er Quasimodo, am nächsten der Zigeunerkönig Clopin. Es ist schwierig, aber er betritt die Bühne und lässt sich darauf ein. „Wenn das Publikum mitgeht, entsteht eine besondere Energie. Du fällst da hinein, egal was du gerade spielst. Das ist das Großartigste an meinem Job“, sagt er. Er hat das Glück, vor allem in Großproduktionen zu spielen, die die Säle füllen.&amp;nbsp; 
 Egal, in welchen Städten er durch seinen Beruf zeitweise lebt, seine Heimat bleibt das Ruhrgebiet. Im Kreis Recklinghausen ist er tief verwurzelt. Hier leben seine Familie und Freunde, hier fühlt er sich zu Hause. Hier reift auch der Entschluss, etwas Neues zu wagen, die vertrauten Abläufe zu durchbrechen. Aktuell arbeitet Kevin Köhler an einer eigenen EP, seinem bisher größten Projekt. Schon immer ist es ihm wichtig, etwas Eigenes nebenbei zu machen. So nimmt er regelmäßig Songs auf, die er bei Youtube hochlädt. Zudem leitet er Workshops, um junge Menschen zu unterstützen, ist zu Gast bei Galas. Und er hat bereits eine EP mit Songs im Musical-Stil zusammen mit einem Komponisten aus London auf- genommen, doch das neue Projekt ist anders.&amp;nbsp; 
 Bei einem Musical-Workshop für Thomas Hermanns vom Quatsch-Comedy-Club sieht ihn die Berliner Songwriterin Bettina Meske, die Lieder für ihn schreiben möchte. Es entwickelt sich eine äußerst produktive Zusammenarbeit. Köhler be- schreibt ihr, was er mit der Musik erzählen möchte, welche Bilder eine Rolle spielen sollen, und sie kleidet dies in Musik. „Es ist wie so oft: je beschissener die Lebensphase, desto besser die Kunst“, lacht er. Denn seine EP handelt von Trennung, von den tiefen Kratern, die der Schmerz in der Seele hinterlässt. Wer auf die vertrauten Musical-Klänge wartet, tut dies vergebens. So wandelbar wie Kevin Köhler auf der Bühne ist, so ist er es auch in seiner Musik. Produzent Diggi Burr aus Essen hat den Titeln den letzten Schliff verliehen. Entstanden sind raue Klänge, eingängiger Pop - komprimiert auf neun Titel, die er im Herbst herausbringen wird. Seine Single „Crater“ steht hingegen seit Juli 2019 zum Download bereit. Das zugehörige Video ist ebenfalls abgedreht.&amp;nbsp; 
 Auch hier wird man den Künstler anders erleben, als man es bislang gewohnt war. Auf der EP geht er völlig offen, wie kaum ein zweiter deutscher Interpret, mit seiner Homosexualität um, vermittelt seine persönliche Geschichte so, wie er sie erlebt hat. Dahinter steht keine Plattenfirma, alles geschieht in Eigenregie. „Mir war wichtig, ohne irgendwelche Einflüsse genau das zu erzählen, was ich erzählen will, und genau so, wie ich es will“, erklärt Köhler. Seit Anfang Februar, dem Ende seines Parts beim Glöckner von Notre Dame also, konzentriert er sich ausschließlich auf dieses Projekt. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Findet sein Pop-Exkurs Anklang, kann er sich durchaus vorstellen, seine künstlerischen Spuren auch auf diesem Gebiet zu hinter- lassen. Eine spannende neue Herausforderung und ein weites Feld für seine nicht enden wollende Kreativität.&amp;nbsp; 
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